Überflutungen und Sturmschäden - 5 Einsätze

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Der Wetterprognose nach hätte es ein frühlingshaft warmes Wochenende werden sollen. Doch der Samstag kam ganz anders. Sturm und Starkregen die ganze Nacht über bis in die Nachmittagsstunden hinaus bescherten uns mehrere Einsätze. Bereits um 06:19 Uhr schlugen Pager und Handy an - ein Baum war aus einem Garten auf die Straße gestürzt und blockierte die Hanriederstraße im Stadtzentrum.

Die Kameraden rückten mit dem Rüstlöschfahrzeug und der Motorsäge aus, sperrten die Straße für den Verkehr und beseitigten den Baum. Einige Kameraden hielten sich noch in Bereitschaft im Feuerwehrhaus auf, als bald die nächsten Alarmierungen und Anforderungen eintrafen.

Um 07:12 Uhr mussten wir mit der Drehleiter in die Siedlungsstraße ausrücken, ein Dach eines Hauses war undicht geworden, Wasser trat in das Haus ein. Die Einsatzkräfte errichteten eine provisorische Abdichtung mit Planen und Sandsäcken, welche in den Vormittagsstunden nochmalig verbessert werden musste, weil der Regen nicht nachlies.

In einer Wohnhausanlage in der Fadingerstraße stand den Bewohnern das Wasser zwar noch nicht bis zum Hals, jedoch in allen Kellerabteilen, Liftschacht, Heizraum und Vorraum stand das Wasser einige Zentimeter hoch. Nach längerer Suche mussten wir feststellen, dass aus einem unterirdischen Verbindungsgang zwischen Stiegenhaus und Tiefgarage das Wasser wie aus einer Quelle zentimeterdick heraussprudelte. Mit Tauchpumpen und Nassauger saugten wir den Großteil des Wassers ab - jedoch konnte der Zufluss nicht gestoppt werden - weil das Wasser unterirdisch in das Gebäude weiter gedrückt wird. Mit Sandsäcken versuchten wir den Wasserlauf zu regeln und in den Liftschacht umzuleiten, wo eine Tauchpumpe vermutlich den ganzen Tag über das Wasser immer wieder herauspumpen wird.

Auch in einem Gebäude in der Krankenhausstraße trat das Wasser in den Keller ein. Die Besatzung des Kleinlöschfahrzeuges verblieb in der Fadingerstraße, die Mannschaft des Tanklöschfahrzeuges rückte in die Krankenhausstraße ab. Mit Nassauger konnte auch dort das Wasser aus dem Keller gesaugt werden.

In der Linzer Straße drohte ein Reklameschild wegen dem Sturm auf die Straße zu stürzen. Dieses hing nur mehr am Stromkabel fest. Die ausgerückten Kameraden sperrten kurzfristig die Straße, brachten die Drehleiter in Stellung und konnten die Reklametafel abklemmen.

Alle Einsätze konnten bis in die Mittagsstunden abgearbeitet werden, das versprochene Frühlingswetter lässt aber noch weiter auf sich warten.

Überflutung Keller eines Mehrparteienhauses

Am Sonntag, 10.03.2019 wurde die Feuerwehr um 11:11 Uhr zu einer Überflutung im Keller eines Mehrparteienhauses gerufen.

Bei strömenden Regen wurden alle notwendigen Arbeiten durchgeführt.

Das im Keller stehende Wasser wurde mittels Nasssauger vom Rollcontainern "Wasserschaden" des Kleinlöschfahrzeugs-Logistik eingesaugt und abgepumpt.

Während des Einsatzes kam die Vermutung auf, dass die Überflutung durch einen Rückstau aus der Kanalisation entstanden sein könnte, weshalb zur Behebung der möglichen Ursache zeitgleich auch noch eine Kanalspülung mit dem Tanklöschfahrzeug durchgeführt wurde.
Für diese Arbeiten musste die Hanriederstraße für ca. 30 Minuten gesperrt werden.

Dazu wurde von der Feuerwehr ein Lotsendienst eingerichtet, welcher die Fahrzeuge örtlich umleitete.

Nachdem der Keller wieder trocken gelegt wurde, konnten die eingesetzten 15 Feuerwehrkräfte wieder einrücken.

Nach ca. 80 Minuten Einsatzzeit waren wieder alle Gerätschaften versorgt und der Einsatz erledigt.

109 Mitglieder - 233 Einsätze - Leistungsbilanz 2018

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Am Freitag, dem 8. März 2019 konnte Kommandant Martin Wakolbinger 84 Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr und 10 Ehrengäste, in Summe 94 Damen und Herren im Rot-Kreuz-Haus Rohrbach zur 145. Vollversammlung begrüßen. Zahlreiche Ehrengäste, unter Ihnen Pfarrer Alfred Höfler, Bürgermeister Andreas Lindorfer, Amtsleiterin Karin Fellhofer, Polizeiinspektionskommandant Manfred Hetzmannseder, Abschnittsfeuerwehrkommandant Andreas Pachner, die Stadträte Bernhard Donner, Andreas Hannerer ...

... und Weitere folgten der Einladung. Wakolbinger berichtete am Welt-Frauentag, dass die Feuerwehr derzeit 3 Frauen und 106 Männer - also in Summe 109 Mitglieder zählt und es im Berichtsjahr glücklicher Weise keine Austritte oder Todesfälle zu verzeichnen gab.

EINSÄTZE

233 Einsätze: 214 technische, 11 Brandeinsätze und 8 Nachbarschaftshilfen musste die Feuerwehr „erledigen“, etwas weniger als im Vorjahr 2017 (239 Einsätze). Die Zahl der Einsätze war zwar leicht rückläufig, jedoch forderte ein Einsatz die Feuerwehren rund um Rohrbach-Berg gehörig.

Am heißen Sommerabend des 31. Juni 2018 brach in Grub im Wohnhaus eines landwirtschaftlichen Anwesens ein Brand aus. Die seltene Alarmstufe 3 musste ausgelöst werden um dem Feuer Herr zu werden und um kilometerlange Löschleitungen zu verlegen. Schlussendlich standen 348 Helfer mit 37 Fahrzeugen aus 13 Feuerwehren im Einsatz. Jeder hat bei diesem Einsatz sein Bestes gegeben, es gab viel Lob aus der Bevölkerung und auch von der betroffenen Familie. Wakolbinger betonte nochmals, dass er sehr stolz auf „seine Mannschaft“ und die Hilfsbereitschaft aller Feuerwehren ist, dieser schwierige Einsatz konnte gut gemeistert werden.

16.785 Stunden gesamt wurden im Jahr 2018 für Feuerwehrzwecke aufgezeichnet – ein Plus von 1.364 Stunden gegenüber dem Vorjahr.

FAHRZEUGE UND INVESTITIONEN

Für Einsätze und für viele andere Zwecke wurden in Summe 20.082 km mit den Einsatzfahrzeugen zurückgelegt, 4.665 Liter Kraftstoff wurden für Fahrzeuge, Pumpen und Aggregate verbraucht. 176 Stunden waren die Pumpen, Aggregate, Lüfter, Stromerzeuger im Einsatz, berichtete der Gerätewart Klaus Magauer in seinem Bericht.

Die Installierung eines 100kVA-Stromerzeugers, welcher im Keller des Bauhofes eingebaut wurde, war die größte Investition im Feuerwehrhaus. Damit ist das Feuerwehrhaus mit seiner gesamten Infrastruktur gegen länger andauernde Stromausfälle (Stichwort BlackOut) abgesichert.

AUSBILDUNG

Lotsen- und Nachrichtenkommandant Matthias Harringer berichtete über die umfassenden Übungen und Ausbildungen, die im vergangenen Jahr durchgeführt wurden. Nur mit einer fundierten Ausbildung und Kompetenz der eingesetzten Mannschaft kann auch ein Erfolg im Einsatz erzielt werden. 4.400 Stunden Ausbildungszeit wurden in Gruppenübungen, Atemschutzübungen, Einsatzübungen, Höhensicherungsausbildung, Funkübungen, Erste Hilfe Kurse, Kraftfahrer-, Drehleiter- und Maschinistenschulungen und vieles mehr investiert. Allein 46 Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule wurden von der Rohrbacher Florianis besucht.

6 Kameradinnen und Kameraden legten ihre Prüfung beim Funkleistungsabzeichen erfolgreich ab, 12 Mitglieder stellten sich der Prüfung Technisches Hilfeleistungsabzeichen mit Erfolg.

JUGEND

Auch die Jugendbetreuer Daniel Schauer und Günter Leitenmüller blickten auf eine erfolgreiche Saison zurück. Die verschiedenen Bewerbe im Bezirk aber auch am Land wurden mit guten bis sehr guten Erfolgen abgeleistet. Oft war es nur ein ganz kleiner Fehler, der sich einschlich – und beispielsweise einen 3. Rang beim Landesbewerb verhinderte. Aber sogar ein Sieg war zu verzeichnen: Beim Bezirksbewerb in Julbach konnte in Bronze in der Klasse 1 ein 1. Platz erreicht werden. Viele andere Aktivitäten, wie die Teilnahme am Jugendlager, die Erprobungen und auch der Wissenstest standen am Programm. Christoph Stallinger legte die Prüfung zum Jugendfeuerwehrleistungsabzeichen in Gold ab. Gemeinsam mit Mathias Neumüller wurde er nun mit 16 Jahren aus der Jugend „entlassen“ und in den Aktivstand überstellt.

JUGEND AB 8

Eine Premiere erlebten die Anwesenden der Vollversammlung. Seit 2019 ist es möglich, Mädchen und Burschen schon ab 8 Jahren in die Feuerwehrjugend aufzunehmen. 7 Burschen im Alter zwischen 8 und 10 Jahren wurden „frisch eingekleidet“ und erhielten vom Kommandanten den Feuerwehrpass ausgehändigt – damit sind sie als Jugendfeuerwehrmitglieder in der Feuerwehr offiziell aufgenommen.

ANGELOBUNG NEUER MITGLIEDER

Mathias Neumüller und Christoph Stallinger, beide von der Jugendgruppe in den Aktivstand übergetreten, legten gegenüber dem Kommandanten ihr Treuegelöbnis ab.

BEFÖRDERUNGEN

Stefan Gabriel, Paul Lindorfer, Stephan Madlmayr, Lisa Harringer, Michael Lindorfer, Günther Wolfmaier, Andreas Pachner, Walter Altendorfer, Peter Grininger, Markus Kroiß und Karl Zippusch wurde jeweils der nächst höhere Dienstgrad zuerkannt.

EHRUNGEN UND AUSZEICHNUNGEN

Die Feuerwehrdienstmedaille für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten Markus Kroiß und Wolfgang Veit jun., die Medaille für 40 Jahre Mitgliedschaft erhielt Karl Lehner.

Für besondere Verdienste im Feuerwehrwesen wurde Johann Wiesinger mit dem Verdienstzeichen des Bezirkes in Bronze ausgezeichnet. Das Verdienstzeichen des Bezirkes in Gold konnte Thomas Mayr verliehen werden.

Mit einer hohen Auszeichnung, nämlich der Florianmedaille des Oberösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes III. Stufe wurden David Höllwirth und Hubert Springer jun. für ihre langjährigen besonderen Verdienste im oberösterreichischen Feuerwehrwesen ausgezeichnet.

DANK UND ANERKENNUNG

Die Rot-Kreuz-Stelle Rohrbach unter Ortsstellenleiter Klaus Klopf feierte ihr 25-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass und in Würdigung der besonderen professionellen und freundschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rotem Kreuz wurde an Klaus Klopf für sein gesamtes Team eine Glasurkunde überreicht.

Ehrenkommandant Martin Eisschiel, der nach 25 Jahren im Kommando und nach 11 Jahren als Kommandant der Feuerwehr Perwolfing sein Amt zurücklegte wurde für seine besonderen Verdienste im gemeinsamen Wirken in der Stadtgemeinde Rohrbach-Berg und in der Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Rohrbach mit einer Glasurkunde gewürdigt.

ANERKENNENDE WORTE

Die Ehrengäste und Vertreter der Einsatzorganisationen zollten der Feuerwehr Lob für ihre Leistungen. Der Abschnittsfeuerwehrkommandant Andreas Pachner, der Ehren-Bezirksfeuerwehrkommandant Erich Nößlböck, der Polizeiinspektionskommandant Manfred Hetzmannseder und der Ortsstellenleiter Klaus Klopf betonten vor allem die professionelle und gute Zusammenarbeit bei vergangenen Einsätzen und das positive freundschaftliche Miteinander.

Der Bürgermeister Andreas Lindorfer und die Stadträte Andreas Hannerer und Bernhard Donner bedankten sich für die wertvolle Arbeit der Feuerwehr für und im Namen der Bürger von Rohrbach-Berg.

Im Anschluss an die Vollversammlung lud die Feuerwehr alle Teilnehmer zu einem Essen ein.

Verkehrsunfall B38

Rohrbach-Berg, 17.02.2019, 21:26 Uhr

Alarmierung für die Feuerwehr Rohrbach zu Aufräumarbeiten nach einem Verkehrsunfall.

Bereits durch die Alarmierung war bekannt, dass ein PKW am Dach zum Liegen gekommen ist.

Die Feuerwehrkameraden rückten mit dem Rüst-Löschfahrzeug und dem Kranfahrzeug zur Einsatzstelle aus. Die Polizei war bereits vor Ort und wies die Einsatzkräfte ein.

Beim Unfallfahrzeug liefen Betriebsmittel aus. Der PKW wurde mittels Kran wieder auf die Räder gestellt.

Um eine weitere Verunreinigung der Straße zu verhindern wurde im Auftrag der Polizei und nach Rücksprache mit dem Fahrzeuglenker das Fahrzeug von der Einsatzstelle verbracht und an geeigneter Stelle abgestellt.

Aufgrund der starken Verunreinigung der Fahrbahn war es vor Öffnung der Straße für den Verkehr notwendig die ausgelaufenen Betriebsmittel zu binden und die Straße zu reinigen.

Zur Absicherung der Unfallstelle für den nachfolgenden Verkehr wurden die Öl-Spurtafeln mit dem Mannschaftstransportfahrzeug zur Einsatzstelle nachgebracht und aufgestellt.

Während der gesamten Einsatzzeit wurde die Verkehrsanhaltung von Feuerwehrlotsen durchgeführt.

Nach etwas mehr als eine Stunde Einsatzzeit konnten alle 24 ins Feuerwehrhaus gekommenen Feuerwehrkräfte wieder nach Hause fahren.

Überörtlicher Kraneinsatz in Amesedt

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Am 09.02.2019 hat sicher abermals die Wichtigkeit eines Kranstützpunktes im Bezirk Rohrbach gezeigt.

Um 12:33 Uhr wurde unser Feuerwehrkran von der FF Amesedt zur Unterstützung bei einem durch die Schneelast eingedrückten Dachstuhl angefordert. Vier Stunden war die Mannschaft aus Rohrbach an diesem Samstagnachmittag durch diesen Einsatz gebunden.

 

Mittels Pagergruppe und Telefon wurden die Einsatzkräfte mit Kranausbildung ins Feuerwehrhaus alarmiert.

Der Einsatzleiter hatte bereits im Vorfeld mit unserem Kommandanten Rücksprache gehalten, weshalb beim Eintreffen der Einsatzmannschaft bereits der erwartete Einsatzauftrag bekannt war.

Aufgrund der Anforderung an die Feuerwehr Rohrbach rückten wir mit dem MTF als Vorausfahrzeug zur Lageerkundung aus. Ebenfalls mit an Bord war die Ausrüstung der Höhensicherungsgruppe.

Zwei Gerätesätze Absturzsicherung wurden mit zur Einsatzstelle genommen. Das Kranfahrzeug rückte mit Arbeitskorb zur Einsatzstelle nach.

In Amesedt kam es vermutlich aufgrund der starken Schneelast zu einem Einsturz eines Dachstuhls.
Um eine weitere Beschädigung des Gebäudes durch eindringendes Schmelzwassers oder durch weiteren Schneefall oder Regen zu verhindern, war es notwendig den übrigen Schnee zu entfernen und das Dach provisorisch abzudichten. Eine ebenfalls am Einsatzort anwesende Fachfirma führte die notwendigen Arbeiten durch um das Gebäude zu schützen. Die am Dach eingesetzten örtlichen Feuerwehrkräfte wurden mittels "Spinnentechnik" vom Kran aus gesichert. Nur so war ein gefahrloses Arbeiten am rutschigen Hausdach möglich.

Nachdem der Großteil der Schneemassen entfernt war, wurden noch notwendige Materialtransporte durch das Kranfahrzeug durchgeführt.

Nach vier Stunden Einsatzzeit waren alle Gerätschaften gereinigt und die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt.

WEITERE BEITRÄGE LADEN